Allgemein, Jugendbuch, Klappenbroschur, Lesemonat, LGBTQ+, New Adult, Roman

Lesemonat Juli

Der Juli war für mich kein guter Lesemonat. Durch absolute minimal Besetzung auf der Arbeit in der Buchhandlung, war ich einfach abends so erschöpft, dass ich keine Energie mehr hatte ein Buch in die Hand zu nehmen. Leider kamen aber diverse Krankschreibungen und Urlaube alle gleichzeitig. Es gab Abende an denen ich einfach nur auf meinem Balkon saß und Löcher in die Luft gestarrt habe, obwohl zwei wirklich gute Bücher vor mir lagen. Ich habe zwar nicht viel gelesen im Juli, aber das, was ich gelesen habe, hat mir richtig gut gefallen.

Da ich im Juli auch keinen Laptop hatte (den ich übrigens immer noch nicht wieder habe), gab es auch nicht viele Rezensionen 😔 Das ändert sich hoffentlich wieder demnächst – das erste Augustbuch ist bereits online)

Die Rezension zu Idol Band 3 könnt ihr ebenfalls auf meinem Blog nachlesen.

Mein absolutes Lesehighlight war natürlich „Das Labyrinth des Fauns“ von Cornelia Funke. Ich liebe ihre Bücher einfach. Ich bin mit ihren Büchern aufgewachsen. Seien es die Wilden Hühner, Drachenreiter, Herr der Diebe oder mein Liebling: Tintenherz. Das neue Buch von ihr ist um einiges finsterer. Cornelia Funke wurde gefragt, ob sie ein Buch aus dem Universum von dem Film „Pans Labyrinth“ schreiben würde. Offiziell ist es ab 14 Jahren empfohlen, aber ich bin mir ehrlich gesagt nicht sicher, ob ich das Buch einem 14-jährigen geben würde. Ich habe den Film nie gesehen (mir erschien der immer zu gruselig 🙈), aber da das Buch von Frau Funke geschrieben wurde, musste ich es einfach lesen. Auch wenn ich mich wiederhole: Diese Frau kann schreiben. „Das Labyrinth des Fauns“ ist düster, bildgewaltig und poetisch. Wer noch nie etwas von Cornelia Funke gelesen hat, sollte das schleunigst nachholen.

Ein weiteres Highlight, welches aber nicht auf dem Foto ist, war ein Hörbuch. Ich habe als Kind (und auch heute noch) Märchen geliebt und ich bin mit der Stimme von Rufus Beck aufgewachsen. Jeden Abend (so übrigens auch heute noch) höre ich mir seine Lesungen der Harry Potter Bücher an – früher auf Kassetten, heute als MP3 CD oder Datei. Schauspieler Chris Colfer (den einige von euch sicherlich als Kurt aus der Serie „Glee“ kennen) hat eine Kinderbuchreihe geschrieben. „Land of Stories“ heißt die Reihe. Band 1 ist „Die Suche nach dem Wunschzauber“ und wird – Überraschung – von Rufus Beck gelesen.

Es geht um die Zwillinge Alex und Conner, die ein altes Märchenbuch geschenkt bekommen, welches sich als Portal in eine Märchenwelt herausstellt. Die Märchen, die sie erzählt bekommen haben sind alle echt und in der magischen Welt treffen die beiden unter anderem auf Schneewittchen, Dornröschen und Rotkäppchen, aber nicht alle Figuren sind so, wie sie sich diese vorgestellt haben. Doch so aufregend es auch im Märchenland ist, Alex und Conner müssen in ihre eigene Welt zurück. Dafür benötigen sie einen Wunschzauber und die Utensilien dafür im Märchenland zu finden, ist gar nicht so einfach. Außerdem sind sie nicht die einzigen, die einen Wunschzauber brauchen. Auch Schneewittschens böse Stiefmutter ist hinter den Utensilien her. „Land of Stories – Die Suche nach dem Wunschzauber“ ist eine Mischung aus Märchen, Tintenherz und Harry Potter. Vor allem die Stimme von Rufus Beck hat es mir angetan. Alex, die mich an Hermine erinnert, wenn sie ihrem Bruder aus etwas aus ihrer Sicht offensichtlichen hinweist, oder Conner, der mich an Ron erinnert hat. Im Prolog habe ich mich einen kurzen Moment gefragt, was Harry in der Geschichte zu suchen hat, denn Schneewittchen sprach genau wie Harry, wenn er mal wieder jemanden anschreit 😅

Wer Lust hat in eine andere Welt abzutauchen, ist hier auf jeden Fall richtig! Die Stimme von Rufus Beck macht dieses Hörbuch zu einem wahren Hörgenuss 😍

Empfohlen ab 10 Jahren

Demnächst erscheint der zweite Band, den werde ich mir natürlich auch anhören 🥰

Dann habe ich das neue Buch auf englisch von Jenn Bennett gelesen „Serious Moonlight“. Bisher ist es nicht auf deutsch angekündigt, aber das kommt sicher noch. Viele von euch kennen bestimme „Annähernd Alex“ von ihr, was auf deutsch in meinem geliebten Königskinder Verlag erschienen ist, den es ja nun leider nicht mehr gibt. Das Cover von „Serious Moonlight“ passt einerseits gut zur Story, auf der anderen Seite aber auch nicht. Die Geschichte ist zwar eine Liebesgeschichte, aber nicht so kitschig, wie das Cover zunächst vermuten lässt. Es ist nämlich nicht nur eine Liebesgeschichte, sondern auch eine Detektivgeschichte. Auch wenn das Buch mich nicht ganz so begeistern konnte wie „Annähernd Alex“, hat es trotzdem Spaß gemacht. Außerdem wartet aus dem Carlsen Verlag „Unter dem Zelt der Sterne“ auf mich – das ist letzte Woche erschienen („Starry Eyes“ im Original).

„George“ von Alex Gino hat mir ebenfalls unheimlich gut gefallen. Ein Kinderbuch über einen im falschen Körper geborenen Jungen. Unglaublich toll erzählt! Ab ca 10 Jahren.

Mit Charlotte Lucas kann man ja sowieso nichts falsch machen. „Fünf Sterne für dich“ hat wieder richtig Spaß gemacht zu lesen, kommt aber nicht an die beiden vorherigen Bücher von ihr ran. Aber trotzdem eine tolle norddeutsche Geschichte – wer Hamburg mag und Petra Hülsmann gern liest, wird auch Charlotte Lucas lieben ❤️

Was waren eure Highlights im Juli?

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