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Liebes Kind – Romy Hausmann

Liebes Kind

Romy Hausmann

dtv

Klappenbroschur

429 Seiten

15,90

⭐️⭐️⭐️⭐️⭐️


Lena Beck ist 23 Jahre alt als sie spurlos verschwindet. 14 Jahre später wird eine Frau nach einem Autounfall in die Notaufnahme eingeliefert. Bei ihr ist ihre 13-jährige Tochter Hannah. Aufgrund verschiedener übereinstimmender Merkmale, kommt der Verdacht auf, dass es sich um Lena Beck handelt. Doch bei der Identifizierung durch Matthias Beck (Lenas Vater) stell sich heraus, die Frau, die noch ohne Bewusstsein ist, ist nicht seine vermisste Tochter. Als er dann Hannah auf dem Krankenhausflur sieht, die seiner Tochter wie aus dem Gesicht geschnitten ist, ist klar, dass etwas ganz und gar nicht stimmt. Wer ist die Frau, die sich als die vermisste Lena Beck ausgibt und was ist damals vor 14 Jahren passiert. Wo ist Lena Beck?

Romy Hausmann hat mit „Liebes Kind“ ein unglaublich spannendes Debüt hingelegt. Von der ersten bis zur letzten Seite hat sie es geschafft mich zu fesseln.

Der Thriller ist aus verschiedenen Perspektiven geschrieben, was die Spannung natürlich erheblich steigert. Die Kapitel sind relativ kurz und die Erzählperspektiven sind aus Hannas Sicht (die autistische 13-jähre Tochter von Lena), aus Lenas Sicht und aus der Sicht ihres Vaters Matthias Beck.

Der Schreibstil ist flüssig und ändert sich auch durch den Perspektivwechsel, sodass man sofort weiß, aus wessen Sicht die Geschichte gerade erzählt wird (auch ohne den Namen vorher zu lesen).

Was mir ebenfalls besonders gut gefallen hat, ist, dass der Thriller da anfängt, wo viele Thriller aufhören. Die meisten Thriller beginnen damit, dass das Opfer bewusstlos ist und irgendwo (meisten eingesperrt) wieder irgendwo aufwacht, während der Täter das Opfer mit seinen Psychospielchen in den Wahnsinn treibt und weder Opfer noch Leser eigentlich wissen, ob das gerade wirklich passiert oder nur im Kopf des Opfers geschieht. Hier ist das Opfer dem Täter entwischt und man merkt, was so ein Erlebnis mit der Psyche anstellt, aber es wird auch zum Ende nochmal richtig spannend und definitiv NICHT vorhersebar.

Klappentext:

Er macht den Tag. Und die Nacht.
Am ersten Tag verliere ich mein Zeitgefühl, meine Würde und einen Backenzahn. Dafür habe ich jetzt zwei Kinder und eine Katze. Einen Mann habe ich auch. Er ist groß, hat kurzes dunkles Haar und graue Augen. Unsere Fenster hat er mit Dämmplatten verschraubt. Er macht den Tag. Und die Nacht. Wie Gott.

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